Neues Projekt: Antonio Caldara zum 350. Geburtstag

Zum runden Geburtstag des italienischen Barockkomponisten Antonio Caldara (1670-1736) widmen wir uns in den Konzerten am 8. Februar 2020 um 18 Uhr in der Stadtkirche Kusel sowie am 9. Februar 2020 um 17 Uhr in der Apostelkirche Ludwigshafen dem Jubilaren mit selten aufgeführten Chorwerken.

Als Hofkomponist in Wien genoss der Venezianer Antonio Caldara höchstes Ansehen und viele kompositorische Freiheiten. Über 3500 Werke stammen aus seiner Feder und zeugen von einer immensen künstlerischen Bandbreite des spätbarocken Meisters.

Wir nehmen uns Caldaras 350. Geburtstag zum Anlass, uns in unserem ersten Konzertprojekt 2020 ausschließlich Werken dieses genialen, zu Unrecht vergessenen Komponisten zu widmen. Damit erkunden wir erneut eine musikalische Nische.

Hauptwerk der beiden Konzerte ist die weitgehend unbekannte „Missa Laetare“ (1729). Dieses Wunderwerk ist bis heute nicht verlegt und einzig über die Bibliothek der Wiener Hofkapelle zu erhalten. Mit ihren 24 Einzelsätzen prägte die „Missa Laetare“ in ihrer stilistischen Mannigfaltigkeit den einzigartigen „Reichsstil“ am Hofe Karls VI in Wien in besonderer Weise.

Caldaras 16-stimmiges „Crucifixus“ ist ein polyphones Meisterwerk. Das „Stabat Mater“ belegt die kontrapunktische Meisterschaft Antonio Caldaras aufs Schönste. In virtuosen Arien, ausdrucksstarken Chören und Sonaten zeichnet die Komposition in subtiler Weise die emotionale Extremsituation der unter dem Kreuze stehenden Gottesmutter beim Karfreitagsgeschehen nach. Im „Beatus vir“ steht die geistlich-virtuose Seite Caldaras Kompositionsstil im Fokus.