Rückblick

Johann Sebastian Bach: Johannespassion (BWV 245)

Konzertflyer

Die „Johannes-Passion“ ist neben der „Matthäus-Passion“ als einzige Passion von Johann Sebastian Bach vollständig erhalten. Das zweistündige Werk, basierend auf dem Evangelium nach Johannes, ist für vierstimmigen Chor, Gesangssolisten und Orchester komponiert. Bach selbst war verantwortlich für die Textgestaltung. Für die dramatischen Effekte integrierte Bach zudem Verse des Matthäus-Evangeliums: etwa das Weinen Petri nach dreimaliger Verleugnung seines Herrn und das Erdbeben nach dem Kreuzestod Jesu.

Bachs Johannes-Passion klingt dem Text entsprechend kraftvoll und dramatisch. Mit barock-pietistischer Dichtung in Verbindung mit dem lutherisch-kantigen Übersetzung des Evangelien-Textes wird von der Gefangennahme, der Verurteilung, Geißelung und Kreuzigung Jesu berichtet. Neben dem erzählenden Evangelisten kommt auch dem Chor eine wichtige Rolle zu: Er greift einerseits in den sogenannten Tuba-Chören als handelnde Menschenschar in das Geschehen ein und reflektiert andererseits das Geschehen als gläubige Gemeinde in den Chorälen.

Dem Speyrer Publikum bot sich die besondere Gelegenheit, die beiden großen Passionen von Johann Sebastian Bach an einem Wochenende zu hören. Am Sonntag, 10.04. fand eine Aufführung der „Matthäus-Passion“ unter Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori in der Gedächtniskirche Speyer statt.

Mitwirkende:

Julia Duscher (Sopran) | Kanako Sakaue (Alt)

Fabian Kelly (Tenor), Evangelist und Arien

Simon Robinson (Bass), Jesus | Tobias Ay (Bass), Arien

Evangelische Jugendkantorei der Pfalz

Dresdner Barockorchester

Leitung: Landeskirchenmusikdirektor Jochen Steuerwald

  • Zur Konzertkritik geht es hier.